Wasserfreunde Gemmingen überzeugen auf ganzer Linie
Mit einer beeindruckenden Vorstellung haben die Wasserfreunde Gemmingen ihren ersten Saisonsieg in der Badenliga eingefahren. Im Becken des Bundesleistungszentrums ließen die Wasserfreunde dem Gegner kaum eine Chance und behielten gegen Nikar Heidelberg deutlich mit 17:6 (5:1,4:0,4:2,4:3) die Oberhand. Zum Abschluss der Hallenrunde gelang mit einem klaren Konzept, hoher Effizienz im Abschluss und der gewohnt stabilen Defensive ein hochverdienter Auswärtssieg. Wasserballwart Stephan Kölmel zeigte sich nach dem Spiel entsprechend zufrieden: „Wir haben die taktischen Vorgaben heute sehr diszipliniert umgesetzt und vor allem im Abschluss außergewöhnlich effizient agiert.“ Die gute Leistung bestätigen wollen die Kraichgauer im ersten Spiel der Freiwasserrunde am 18. Mai im Imre- Gutyan-Freibad gegen die SG Wasserball Leimen/Mannheim II.
Bereits in den Anfangsminuten zeigte sich, dass Gemmingen bestens vorbereitet in die Begegnung gegangen war. Die von den Heidelbergern praktizierte Center-Doppeldeckung wurde früh durchschaut und konsequent ausgehebelt. Immer wieder fanden die präzisen Anspiele ihren Weg zu Nils Feidengruber am Center, der einen Sahnetag erwischte und für die ersten sechs Tore der WfG-ler verantwortlich zeichnete. Mit beeindruckender Kaltschnäuzigkeit verwandelte er jede sich bietende Gelegenheit und stellte die gegnerische Defensive vor unlösbare Aufgaben. Tor um Tor setzte sich Gemmingen ab, während Heidelberg kaum Zugriff auf das Spiel fand. Auch defensiv präsentierten sich die Wasserfreunde in gewohnter Stabilität. Die Abwehrarbeit war diszipliniert, das Pressing effektiv, und im Tor konnte man sich auf Stefan Quast las sichere letzte Instanz verlassen. So blieb es den Gästen verwehrt, selbst in aussichtsreiche Abschlusspositionen zu kommen. Das spiegelte sich auch im Spielstand wider: Mit einer 9:1-Führung und einem komfortablen Acht-Tore-Vorsprung für die Gäste ging es in die zweite Spielhälfte.
Nach dem Seitenwechsel knüpfte Gemmingen nahtlos an die Leistung der ersten beiden Spielviertel an. Zwar gelang es Heidelberg vereinzelt, eigene Treffer zu erzielen, doch eine echte Aufholjagd kam nie zustande. Die Wasserfreunde kontrollierten Tempo und Spielgeschehen weiterhin souverän und führten nach drei Abschnitten mit 13:3. Neben Feidengruber trugen sich auch Waldmann, Kölmel, Gerstlauer und Spahr in die Torschützenliste ein und unterstrichen die mannschaftliche Geschlossenheit. Den krönenden Abschluss setzte schließlich Routinier Ralf Bär. Mit drei sehenswert herausgespielten Kontertoren in der Schlussphase setzte er ein Ausrufezeichen und sorgte für den umjubelten Schlusspunkt einer rundum gelungenen Partie. „So ein deutlicher Erfolg gibt natürlich Selbstvertrauen. Aber wir wissen auch, dass wir weiter hart arbeiten müssen, um dieses Niveau zu halten“, blickte der Vorsitzende Lars Friedel voraus.
Die Aufstellung der Wasserfreunde Gemmingen: Stefan Quast (im Tor), Nils Feidengruber (9 Tore), Sven Waldmann (2), Ralf Bär (3), Nils Bär, Lukas Gerstlauer (1), Frederic Spahr (1), Stefan Kölmel (1), Patrick Mach, Sascha Clasen, Robin Gutyan und Timo Walczok.
