Geschichte des Vereins

Nach der Einweihung des Freibades 1977, das auch Mithilfe von Gemminger Bürgern gebaut wurde, nutzten einige Jugendliche die Chance und trainierten unter Anleitung von Bademeister Imre Gutyan Wasserball.
Das erste Internationale Wasserballturnier im August 1977 veranstaltete noch der damalige Heimatverein von Imre Gutyan, die DJK SB Heilbronn, von da an bis heute wurde dieses Turnier durch die Wasserballer aus Gemmingen fortgeführt.
Als sich dann im Sommer 1977 die Auflösung der Wasserballabteilung der DJK Heilbronn abzeichnete, wechselten viele Spieler auf Anregung von Imre Gutyan nach Gemmingen. Im Spätherbst 1977 wurde deshalb beim SV Gemmingen eine Wasserballabteilung gegründet.
Ende 1981 spaltete sich die Wasserballabteilung auf Anregung des späteren ersten Vorsitzenden Imre Gutyan vom SV Gemmingen ab und machte sich als Wasserfreunde Gemmingen selbstständig.
Die Gründungsmitglieder waren Imre Gutyan, Marc Boettcher, Jörg Kattermann, Hartmut Waldmann, Gerhard Merz, Ulrich Schelle und Ralf Bär.
Anfangs spielten die Wasserfreunde in der Bezirksliga Heilbronn. Im Jahre 1983 schafften die Wasserfreunde den Aufstieg in die Württembergische Verbandsliga und 1997 gelang ihnen unter Spielertrainer Jürgen Ostwald sogar der Sprung in die Oberliga Baden Württemberg. Durch die gute Jugendarbeit des Vereins wurden viele Spieler in die Württembergische und süddeutsche Jugendauswahl berufen. Die ersten waren Ralf Bär, Markus Strecker und Jürgen Ostwald. Die letzten Auswahlspieler Nils Feidengruber, Simon Kübler und Johannes Faulhaber.

Doch auch die Damen aus Gemmingen spielten Wasserball. 1980 wurde die erste Damenmannschaft in Süddeutschland ins Leben gerufen. Schon 1981 spielten die Damen bei einem Freundschaftsturnier in Hamburg mit. 1982 nahmen die Frauen an den Württembergischen Meisterschaften teil und schafften es über die Süddeutschen Meisterschaften zu den Deutschen Meisterschaften in Hamm, wo sie den 10. Platz belegten.

Auch außerhalb des Internationalen Wasserballturniers waren viele Mannschaften zu Besuch im Gemminger Freibad. Die modernen Fünfkämpfer aus Österreich, Mannschaften aus der Schweiz und Frankreich, der ungarische Meister und Europacup Gewinner Vasas Budapest, SC Tatabanya, Ujpest Dózsa und die ungarische Frauennationalmannschaft. Sie waren sogar zweimal zu Besuch in der Kraichgau Gemeinde.

Auch Persönlichkeiten aus Sport und Politik waren bei uns zu Gast. So zum Beispiel 1982, noch als Jugendstars, Boris Becker und Udo Riglewski. Der weltbeste Wasserballer Dr. Tamás Farago, Kásás und Tamás Zoltan, Dr. Kemény Dénes, der australische Frauentrainer Dr. Görgényi István und der ungarische Sportminister Gallov Reszö.
Das zurzeit bekannteste Mitglied der Wasserfreunde ist der Vorsitzende der Fachsparte Wasserball in Deutschland Ewald Voigt-Rademacher.
Dies alles hat dazu beigetragen, dass unser Turnier bei Mannschaften und Schiedsrichtern seit mehr als 20 Jahren sehr beliebt ist und der gute Ruf unserer kleinen Kraichgau Gemeinde in die Welt getragen wurde.

Der Verein heute

Die Wasserfreunde Gemmingen haben heute über 120 Mitglieder und treten mit drei Mannschaften in verschiedenen Ligen des Württembergischen Schwimmverbandes an. Es handelt sich hier um zwei Herrenmannschaften und eine Jugendmannschaft.
Die erste Herrenmannschaft spielt in der Verbandsliga Baden-Württemberg. Die zweite Herrenmannschaft spielt in der neu gebildeten A-Klasse des Württembergischen Schwimmverbandes.
Auch an zahlreichen Einladungsturnieren im In- und Ausland sind die Wasserfreunde Gemmingen ein gern gesehener Gast.