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Wasserfreunde Gemmingen feiern torreichen 12:9-Erfolg gegen Schwaben Stuttgart

Die Zuschauer bekamen im Imre-Gutyan-Freibad ein spannendes und torreiches
Wasserballspiel geboten. In einer intensiven Begegnung setzten sich die Wasserfreunde
Gemmingen gegen den Sportbund Schwaben Stuttgart am Ende verdient mit 12:9 (3:2, 4:2,
2:3, 3:2) durch. Zwar ließen die Gastgeber ihre Gegner nie ganz abschütteln, doch immer
wenn die Gäste Hoffnung schöpften, hatte Gemmingen die passende Antwort parat. „Wir
haben heute über weite Strecken sehr konzentriert gespielt und uns auch von den schnellen
Anschlusstreffern nicht aus der Ruhe bringen lassen. Die Mannschaft hat Charakter gezeigt“,
freute sich der Gemminger Spielertrainer Daniel Haag nach dem Schlusspfiff. Überragender
Akteur war Nils Feidengruber, der mit sieben Treffern maßgeblichen Anteil am Heimsieg
hatte. In der Tabelle der Bezirksliga Mittlerer Neckar, in der die WfG-ler außer Konkurrenz
teilnehmen, rückten die Wasserfreunde mit 15 Zählern auf den dritten Platz vor und können
mit einem Erfolg gegen Bietigheim (18 Punkte) den zweiten Platz erobern.

Die Partie begann mit einem frühen Erfolgserlebnis für die Wasserfreunde. Bereits in der ersten Spielhälfte des Auftaktviertels brachte Feidengruber seine Mannschaft mit 1:0 in Führung. Die Gäste glichen nach einer Hinausstellung wenig später in Überzahl aus, doch Stefan Waldmann stellte mit einem sehenswerten Treffer die Führung sofort wieder her. Erneut nutzten die Gäste eine Überzahlsituation zum Ausgleich, ehe Feidengruber mit seinem zweiten Treffer wenige Sekunden vor der ersten Viertelpause für das 3:2 sorgte.

Im zweiten Spielabschnitt übernahmen die Wasserfreunde zunehmend die Kontrolle. Spielertrainer Daniel Haag erhöhte auf 4:2, bevor die Gäste erneut ihre Stärke im Überzahlspiel unter Beweis stellten und den Anschluss herstellten. Doch Gemmingen ließ sich davon nicht beeindrucken. Simon Kübler traf zum 5:3, Feidengruber legte mit zwei weiteren Treffern nach und sorgte zwischenzeitlich für eine komfortable Führung. Zwar gelang den Gästen kurz vor der Halbzeit noch das 7:4, dennoch gingen die Wasserfreunde mit einem verdienten Drei- Tore-Vorsprung in die Pause.

Auch nach dem Seitenwechsel blieb das Spiel intensiv. Beide Mannschaften schenkten sich nichts, und besonders Gästespieler Quentin Schwerdtfeger erwies sich als ständige Gefahr. Immer wieder verkürzte er den Rückstand. Doch Gemmingen fand stets die passende Antwort: Feidengruber erhöhte zunächst auf 8:5, ehe Simon Kübler nach einem erneuten Gegentor das 9:6 erzielte. Kurz vor der letzten Viertelpause verkürzten die Gäste noch einmal auf 9:7 und hielten die Partie damit offen.

Im Schlussabschnitt entwickelte sich schließlich die spannendste Phase der Begegnung. Mit zwei Treffern innerhalb kurzer Zeit kamen die Gäste bis auf 10:9 heran und machten die Partie noch einmal richtig spannend. Die Wasserfreunde bewiesen jedoch Nervenstärke. Daniel Haag erzielte in einer wichtigen Phase das 11:9 und verschaffte seinem Team wieder etwas Luft. Als die Gäste in den Schlusssekunden alles nach vorne warfen, sorgte erneut Feidengruber zwölf Sekunden vor dem Ende mit seinem siebten Treffer für die endgültige Entscheidung und den viel umjubelten 12:9-Endstand. Ausschlaggebend für den Erfolg war neben der starken Offensivleistung vor allem die Ruhe, mit der die Wasserfreunde auf jede Aufholjagd der Gäste reagierten. Immer wieder gelang es, unmittelbar nach einem Gegentreffer selbst wieder erfolgreich abzuschließen und so den Gegner auf Distanz zu halten. Wasserballwart Stephan Kölmel lobte vor allem die geschlossene Mannschaftsleistung: „Natürlich freut man sich über die vielen Tore, aber entscheidend war, dass wir als Team immer wieder die richtige Antwort gefunden haben.“ Auch auf Seiten der Gäste überwog trotz der Niederlage der kämpferische Eindruck: „Wir haben nie aufgegeben und bis zum Schluss an unsere Chance geglaubt. Gegen eine so treffsichere Gemminger Mannschaft war es heute aber schwer, das Spiel noch zu drehen.“

Für die Wasserfreunde spielten Patrick Mach im Tor sowie Sven Waldmann (1), Lukas Gerstlauer, Nils Feidengruber (7), Timo Drefs, Nils Bär, Daniel Haag (2), Frederic Spahr, Stephan Kölmel, Simon Kübler (2), Sascha Claasen, Tobias Würtz und Timo Walczok.