Gemminger Wasserballer verlieren gegen die Oberligareserve Durlach/Ettlingen II mit
10:16
Mit viel Leidenschaft, starken Phasen und einem kämpferischen dritten Spielviertel haben die Wasserfreunde Gemmingen dem Favoriten aus Durlach/Ettlingen lange Paroli geboten. Im badischen Pokal-Halbfinale mussten sich die Kraichgauer der Oberligareserve der Spielgemeinschaft am Ende zwar mit 10:16 (2:4, 2:3, 4:3, 2:6) geschlagen geben. Sie verkauften sich vor heimischer Kulisse im Imre-Gutyan-Freibad jedoch deutlich besser als noch bei der 13:20-Liganiederlage. Trotz der Niederlage zeigte sich Spielertrainer Daniel Haag nicht unzufrieden: „Im Vergleich zu den vergangenen Begegnungen zeigten wir heute eine deutliche Leistungssteigerung. Vor allem im dritten Viertel haben wir bewiesen, dass wir auch gegen höherklassig besetzte Teams mithalten können.“
Schon der Start machte Hoffnung auf die Überraschung. Center Nils Feidengruber brachte die Gastgeber früh mit 1:0 in Führung. Nach dem schnellen Ausgleich antwortete Ralf Bär sehenswert mit einem Heber zum 2:1. Doch die Gäste zeigten bereits im ersten Abschnitt ihre Klasse und drehten die Partie mit drei Treffern in Folge auf 4:2. Auch im zweiten Durchgang hielten die Gemminger dagegen. Stephan Kölmel und erneut Feidengruber trafen für die Wasserfreunde, dennoch setzte sich Durlach/Ettlingen Stück für Stück ab. Mit einem 4:7-Rückstand ging es zur Halbzeitpause. Dass die WfG-ler an diesem Abend keineswegs chancenlos waren, bewiesen sie nach dem Seitenwechsel eindrucksvoll. Ralf Bär eröffnete die Aufholjagd, Spielertrainer Daniel Haag traf doppelt und Stephan Kölmel verkürzte unter großem Jubel sogar auf 8:9. Plötzlich war das Pokalfinale für die Gastgeber wieder in Reichweite. Doch ein weiterer Treffer der Gäste kurz vor der letzten Pause sorgte für das 8:10.
Im Schlussabschnitt machte sich dann die größere individuelle Klasse der Gäste bemerkbar. Durlach/Ettlingen setzte nun fast ausschließlich Oberliga-Spieler ein und nutzte die sich bietenden Räume konsequent aus. Haag und Nils Bär trafen zwar nochmals für die Wasserfreunde, doch die Spielgemeinschaft zog mit einem deutlichen 6:2-Viertel davon und sicherte sich am Ende den 16:10-Erfolg sowie den Einzug ins Pokalfinale. Wasserballwart Stephan Kölmel bilanzierte: „Entscheidend war letztlich die größere Schnelligkeit der Gäste im Umschaltspiel und die deutlich effektivere Chancenverwertung.“ Großen Anteil daran, dass die Niederlage nicht noch höher ausfiel, hatte Torwart Stefan Quast. Mit mehreren Glanzparaden hielt er die Wasserfreunde immer wieder im Spiel und verdiente sich den Applaus der Zuschauer. Das Pokalfinale bestreitet Durlach/Ettlingen gegen die SG Wasserball Leimen/Mannheim I, die sich im anderen Semifinale mit 31:6 gegen Nikar Heidelberg durchsetzte.
Für die Wasserfreunde spielten Stefan Quast (Tor), Sven Waldmann, Frederic Spahr, Nils Feidengruber (3 Tore), Ralf Bär (2), Nils Bär (1), Daniel Haag (2), Florian Kistler, Stephan Kölmel (2), Patrick Mach, Sascha Clasen, Robin Gutyan und Lukas Gerstlauer.
