Zum Inhalt springen

Fehlstart in der Badenliga

Wasserfreunde Gemmingen unterliegen Freiburg II nach starkem Kampf

Die Wasserfreunde Gemmingen haben ihr Auswärtsspiel bei der Verbandsliga-Reserve des SSV Freiburg II mit 9:13 (1:2, 5:3, 0:5, 3:3) verloren. Damit ging die Premiere in der Badenliga in die (Bade-) Hose. Trotz einer zwischenzeitlichen Führung und einer engagierten Mannschaftsleistung mussten sich die Kraichgauer am Ende geschlagen geben. Spielertrainer Daniel Haag zog denn auch ein differenziertes Fazit: „Unsere Mannschaft zeigte über weite Strecken eine kämpferisch überzeugende Leistung. Besonders der frühe Verlust eines wichtigen Spielers machte sich negativ bemerkbar.“

Mit voller Besetzung – alle 13 Spieler standen zur Verfügung – reisten die Gemminger nach Freiburg. Die Partie begann ausgeglichen: Zwar gingen die Gastgeber früh in Führung, doch Ralf Bär sorgte mit einem sehenswerten Treffer für den 1:1-Ausgleich. Nach dem ersten Spielviertel lag Freiburg knapp mit 2:1 vorne. Im zweiten Abschnitt folgte die stärkste Phase der Gäste. Mit konzentrierter Defensive und konsequenter Chancenverwertung drehten die Wasserfreunde das Spiel. Treffer von Ralf Bär, Nils Feidengruber, Spielertrainer Daniel Haag und Frederic Spahr brachten eine zwischenzeitliche 5:3-Führung. Auch nach dem 5:5-Ausgleich bewahrte Gemmingen die Nerven: Patrick Mach erzielte kurz vor der Halbzeitpause das 6:5. Doch eine Schlüsselszene schwächte das Team nachhaltig. Nach einem Foulspiel und einer roten Karte gegen Center Nils Feidengruber musste Gemmingen vier Minuten in Unterzahl agieren – eine kräftezehrende Phase. „Die lange Unterzahl hat uns enorm Energie gekostet“, sagte Spielertrainer Daniel Haag später. „Wir haben das kämpferisch gut gelöst, aber es hat im weiteren Verlauf Kraft gefehlt.“

Nach dem Seitenwechsel kippte die Partie entscheidend. Freiburg nutzte seine Chancen nun konsequenter und setzte sich mit einem dominanten dritten Durchgang mit 5:0 vorentscheidend ab. Gemmingen fand offensiv kaum noch Lösungen und geriet deutlich ins Hintertreffen. Im Schlussabschnitt bewiesen die Wasserfreunde jedoch Moral. Zwei Tore von Simon Kübler sowie ein weiterer Treffer von Ralf Bär sorgten für Ergebniskosmetik, am 13:9-Endstand änderte sich jedoch nichts mehr. Haag bilanzierte nach dem Schlusspfiff: „Wir hatten sehr viele Überzahl-Situationen, konnten daraus aber zu wenige Tore erzielen; dennoch können wir auf dieser Leistung aufbauen.“

Für Gemmingen spielten: Stefan Quast (Tor), Sven Waldmann, Florian Kistler, Nils Feidengruber (1), Ralf Bär (3), Ulrich Schelle, Daniel Haag (1), Frederic Spahr (1), Stephan Kölmel, Patrick Mach (1), Sascha Clasen, Simon Kübler (2) und Robin Gutyan.