Zum Saisonauftakt in der Bezirksliga Mittlerer Neckar mussten die Wasserfreunde Gemmingen einen herben Dämpfer hinnehmen. Beim SV Bietigheim II setzte es eine 14:7-Niederlage (3:2, 6:3, 3:2, 2:0) – ein Ergebnis, das deutlicher ausfiel, als es der Spielverlauf lange Zeit vermuten ließ. Dabei standen die Vorzeichen für die Gemminger alles andere als günstig: Gleich 14 Spieler mussten passen, sei es urlaubs-, krankheits- oder terminbedingt. Mit nur zehn Akteuren reisten die Wasserfreunde an, darunter ohne etatmäßigen Torhüter. Kurzfristig sprang Jonas Ebert zwischen die Pfosten und erledigte seine Aufgabe trotz fehlender Routine im Tor ordentlich. Im Feld fehlte er dadurch allerdings spürbar.
Gemmingen erwischte keinen guten Start und geriet früh mit 0:3 in Rückstand. Bietigheim nutzte in der ersten Hälfte vor allem seine körperliche Präsenz am Center konsequent aus und kam so immer wieder zu einfachen Treffern. Dennoch zeigten die Gäste Moral: Daniel Haag und Nils Feidengruber brachten ihr Team noch im ersten Spielviertel wieder heran, zur ersten Vieltelpause stand es nur 2:3. Auch im zweiten Spielabschnitt hielten die Wasserfreunde gut dagegen. Mehrfach gelang der Ausgleich, unter anderem beim 5:5 durch Feidengruber, der mit vier Treffern bester Gemminger Torschütze war. Doch kurz vor der Halbzeit zog Bietigheim durch mehrere schnelle Tore auf 9:5 davon – ein erster Knackpunkt der Partie. Nach dem Seitenwechsel wurde deutlich, woran es am Ende haperte: Gemmingen ließ im Angriff zu viele Chancen liegen. Die Gastgeber nutzten dies gnadenlos aus und wandelten Ballverluste konsequent in Kontertore um. Zwar kamen auch die Wasserfreunde selbst durch Gegenstöße zum Erfolg – ein Zeichen dafür, dass erste Trainingsansätze bereits greifen. Insgesamt war die Chancenverwertung jedoch zu schwach, um das Spiel noch einmal offen zu gestalten. Im letzten Durchgang fehlten dann Kraft und Wechselmöglichkeiten. Bietigheim, gespickt mit mehreren Spielern mit Oberliga-Erfahrung, spielte die Partie routiniert zu Ende und baute den Vorsprung bis auf 14:7 aus. Unterm Strich bleibt die Enttäuschung über das Ergebnis, zumal man sich trotz der personellen Misere mehr ausgerechnet hatte. Gleichzeitig liefert der Auftakt aber auch klare Erkenntnisse: Mit besserer Chancenverwertung, mehr Konsequenz im Umschaltspiel und einem volleren Kader dürfte das Bild in den kommenden Spielen deutlich freundlicher aussehen. Die Chance zur Wiedergutmachung bietet sich in der nächsten Begegnung in der Bezirksliga Mittlerer Neckar am Donnerstag, 22. Januar, um 20.50 Uhr gegen SB Schwaben Stuttgart II.
Die Wasserfreunde spielten mit Jonas Ebert (Tor), Sven Waldmann, Nils Feidengruber (4), Daniel Haag (2), Timo Drefs, Stephan Kölmel (1), Patrick Mach, Lars Friedel, Sascha Claasen und Florian Kistler.
