Gemminger Wasserballer schlagen Schwaben Stuttgart II
Der Knoten ist geplatzt: Mit einem verdienten, wenn auch phasenweise hart erkämpften 15:10-Auswärtssieg (3:3, 4:0, 4:7, 4:0) bei SB Schwaben Stuttgart II feierten die Gemminger Wasserballer ihren ersten Erfolg in der laufenden Saison der Bezirksliga Mittlerer Neckar, an der sie außer Konkurrenz teilnehmen. Mit voller Kapelle – alle 13 Spieler waren an Bord – reisten die Kraichgauer in die Landeshauptstadt.
Von Beginn an machten die Wasserfreunde klar, dass sie dieses Spiel unbedingt gewinnen wollten. Chancen waren reichlich vorhanden, doch die Abschlüsse wollten zunächst nicht den Weg ins Tor finden. Erst Kapitän Ulrich Schelle erlöste seine Farben in der dritten Minute mit dem Führungstreffer. Es entwickelte sich ein offener Schlagabtausch mit mehrfach wechselnder Führung, ehe das erste Spielviertel leistungsgerecht mit 3:3 endete. Für Gemmingen traf dabei zweimal Center Nils Feidengruber. Im zweiten Abschnitt übernahmen die Gäste dann klar das Kommando. Mit einer stabilen Defensive und konsequent ausgespielten Angriffen zog Gemmingen auf 7:3 davon. Spielertrainer Daniel Haag war zweimal erfolgreich, Feidengruber und Stephan Kölmel steuerten jeweils einen Treffer bei.
Zur Halbzeit schien die Partie auf einem guten Weg. Doch Wasserball wäre nicht Wasserball ohne dramatische Wendungen. Nach Toren von Ralf Bär und erneut Feidengruber zum 9:3 schlichen sich Unkonzentriertheiten ins Spiel der Gäste ein. Stuttgart II witterte seine Chance, kam immer besser ins Spiel und verkürzte Tor um Tor auf 10:11. In dieser kritischen Phase hielten Haag und Kölmel – letzterer mit einem direkt verwandelten Eckball – die Gemminger im Spiel. Kurz vor Ende des dritten Viertels lag sogar der Ausgleich in der Luft, doch Torhüter Stefan Quast parierte einen Strafwurf glänzend und bewahrte seine Mannschaft vor dem Umschwung. Vor dem letzten Durchgang fand Spielertrainer Haag dann offenbar die richtigen Worte. Gemmingen verteidigte wieder konsequenter und nutzte seine Chancen eiskalt. Drei weitere Treffer von Torjäger Feidengruber sowie ein Tor von Ralf Bär sorgten schließlich für klare Verhältnisse. Mit dem 15:10-Endstand war der erste Saisonsieg perfekt – entsprechend groß war der Jubel im Gemminger Lager. Nach dem Spiel zeigte sich Haag zufrieden, aber auch selbstkritisch: „Wir haben das Spiel unnötigerweise spannend gemacht. Nach der 9:3-Führung hätten wir mehr Kontrolle ausüben müssen.“ Lob fand er vor allem für Torhüter Quast mit mehreren Glanzparaden, für den reaktivierten Simon Kübler als wichtige Verstärkung im Umschaltspiel sowie für Nils Feidengruber, der mit sieben Treffern in überragender Torlaune war.
Für die Wasserfreunde spielten: Stefan Quast (Tor), Sven Waldmann, Simon Kübler, Nils Feidengruber (7), Ralf Bär (2), Ulrich Schelle (1), Daniel Haag (3), Lukas Gerstlauer, Stephan Kölmel (2), Robin Gutyan, Lars Friedel, Frederic Spahr, Florian Kistler.
